Akku Rasenmähroboter Test 2017

Sind Akku-Rasenmähroboter eine alternative?

Akku Rasenmähroboter Test 2017 – Fast jeder Gartenbesitzer träumt von einem schönen und gepflegten Garten. Das Problem ist nur, dass die Gartenpflege recht viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Aus diesem Grund ist es keine Überraschung, dass Rasenmähroboter immer beliebter werden, da sie versprechen die repetitive Arbeit des Rasenmähens zu übernehmen.

Rasenmähroboter zählen zu den ältesten Haushaltsrobotern. Die ersten Modelle kamen schon in den 90er Jahren auf. Inzwischen sind sie schon in recht vielen Gärten anzutreffen und vielleicht spielen Sie ja ebenfalls schon mit dem Gedanken, einen Roboter zu kaufen.

Die Frage ist bloß: Bringen Mähroboter wirklich die versprochene Entlastung? Im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen, was Sie von den mechanischen Gartenhelfern erwarten können.

 

Welche Gärten sind für Mähroboter geeignet?

Akku RasenmaehroboterKlarerweise sind nicht alle Gärten für Roboter geeignet. Je einfacher das Terrain und je offener die Rasenflächen, desto besser. Hügelige Gärten, mit vielen verwinkelten Ecken sind alles andere als roboterfreundlich.

Die Größe der Rasenfläche ist auch entscheidend, denn eine zu kleine oder auch zu große Rasenfläche bringt weitere Nachteile. Bei einer zu kleinen Rasenfläche wären die Anschaffungskosten unserer Meinung nach zu hoch. Andererseits bei einer zu großen Rasenfläche würde die Akku-Kapazität nicht mehr ausreichen.

Das Akku Rasenmähroboter Test Team empfiehlt:

  • Die Rasenfläche sollte wenige verwickelte Ecken haben.
  • Der Garten sollte nicht zu hügelig sein.
  • Die Größe der Rasenfläche sollte zwischen 20 – 1000 m² liegen.

 

Wie funktionieren Rasenmähroboter?

Rasenmähroboter navigieren autonom durch Ihren Garten. Angetrieben werden Sie durch einen Akku – genauso wie Akku-Rasenmäher. Da der Akku immer wieder aufgeladen werden muss, müssen sie immer wieder zu ihrer Ladestation zurückfahren, wozu moderne Modelle selbstständig in der Lage sein sollten.

Navigation

Bosch LogitechDie meisten Roboter fahren den Garten nach einem Zufallsprinzip ab. Langfristig wird dadurch jeder Winkel des Gartens abgedeckt. Das ist bei einfachen quadratischen Gärten ausreichend, bei komplexeren Gärten ist diese Vorgehensweise jedoch nicht sehr effizient. Moderne Modelle navigieren inzwischen schon mit GPS und erstellen im Lauf der Zeit ein Profil des Gartens, für das sie die beste Mähstrecke berechnen. Je öfter sie den Garten mähen, desto effizienter wird dadurch die Navigation.

Außerdem gibt es Roboter mit Grassensoren, die es selbstständig bemerken, wenn sie von der Rasenfläche abkommen, und dadurch vermeiden, ins Blumenbeet oder auf die Straße zu fahren. Für Mähroboter ohne Sensoren benötigen Sie Begrenzungskabeln, die an den Rändern der Gartenfläche eingelassen werden.

Stromversorgung

Alle Rasenmähroboter im Handel sind Akkubetrieben, manche Geräte verfügen außerdem noch über Solarzellen, mit denen die Einsatzzeit verlängert sowie größere Flächen abgedeckt werden können. Der Umwelt tut das natürlich ebenfalls gut.

Aufgeladen werden die Roboter normalerweise an einer Ladestation. Alle modernen Geräte sollten in der Lage sein, die Station selbstständig zu finden und rechtzeitig zurückzukehren, wenn sich der Akku dem Ende zuneigt.

Bei älteren und billigeren Geräten kann es aber passieren, dass sie während des Mähens einfach stehenbleiben. Den Kauf solcher Geräte sollten Sie vermeiden.

Mähleistung und Schneidetechnik

RasenmähroboterDie Mähleistung eines Rasenroboters ist im Vergleich zu händischen Rasenmähern begrenzt, wodurch sie Probleme mit hohen Grashalmen haben. In der Regel sind die Geräte sogenannte Mulchmäher. Darunter versteht man Mäher, die das Gras fein zerkleinern und auf der Rasenfläche zerstreuen, anstatt es einzusammeln. Der Vorteil dieses Prinzip ist, dass der Rasen besser mit Nährstoffen versorgt wird, da er gedüngt wird.

Sehr leistungsfähige Mähroboter können Flächen von bis zu 1500 m² abdecken. Für größere Flächen benötigt man mehrere Roboter, die parallel im Einsatz sind.

Auch Steigungen können von den Robotern bewältigt werden. Die meisten Geräte kommen mit 30% zurecht, Premiummodelle schaffen aber schon bis zu 45% Steigung.

Um den Garten effizient zu mähen, sollten die Roboter täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich im Einsatz sein. Da die Mähleistung eher gering ist, sind die meisten Geräte nicht sehr laut, wodurch sie theoretisch auch in der Nacht eingesetzt werden können, ohne dass sie die Nachtruhe stören.

Wetterfestigkeit

Theoretisch können Rasenroboter bei jedem Wetter arbeiten. Da Rasenmähroboter das Gras schneiden und nicht schlagen, haben sie keine Probleme mit einem nassen Rasen. Natürlich ist die Reinigung des Roboters schwieriger, wenn der Roboter im Regen arbeitet, da das nasse Gras auf der Hülle haften bleibt. Daher verfügen viele Geräte schon über Regensensoren, die dem Roboter signalisieren, dass er bei Schlechtwetter blaumachen soll.

Sicherheit

Die große Sorge von vielen Gartenbesitzern ist, dass sich Kinder oder Haustiere verletzen können, wenn sie den Roboter zum Beispiel während des Betriebs umdrehen. Um diese Art von Unfälle zu vermeiden, besitzen die meisten Mähroboter über einen sogenannten Messerschnellstopp. Das bedeutet, dass das Schneidewerk sofort die Arbeit einstellt, sobald das Gerät angehoben wird.

 

Was können Sie sich von einem Rasenmähroboter erwarten?

Rasenroboter können Ihnen viel Freizeit verschaffen, da sie die Mäharbeit fast gänzlich übernehmen. Es kann vorkommen, dass einige schwer zugängliche Stellen oder Ecken noch immer per Hand gemäht werden müssen, der Großteil der Rasenfläche sollte jedoch von ihrem mechanischen Freund abgedeckt werden.

Mähroboter im Winter

Während der kalten Monate wächst kein Gras, weshalb Ihr Roboter eine Pause einlegen kann. Lagern sollten Sie das Gerät in einem trockenen und frostfreien Raum, zum Beispiel im Keller oder der Garage. Vor der Lagerung bietet es sich an, das Gerät von Schmutz, Laub und Gras zu entfernen. Auch die Messer sollten gereinigt und eventuell ausgetauscht werden. Für die Reinigung des Gehäuses können Sie ein feuchtes Tuch verwenden. Die Unterseite reinigen Sie am besten mit einer trockenen Bürste oder mittels Druckluft.

Außerdem bietet sich ein Akkucheck an. Ist der Akku nicht mehr leistungsfähig, ist es ratsam ihn auszutauschen.

Die Ladestation muss in der Regel nicht abgebaut werden. Meistens ist es ausreichend, den Strom abzustellen.

 

Auf was müssen Sie beim Kauf eines Rasenmähroboters achten?

Im Handel gibt es eine große Anzahl an verschiedenen Rasenmährobotern. Die Preisspanne reicht von wenigen hundert Euro bis zu mehreren tausend Euro. Als Konsument ist es daher gar nicht so leicht, die Übersicht zu behalten. Beim Kauf sollte man aber zumindest sichergehen, dass die folgenden Kriterien erfüllt werden:

1. Lithium-Ionen- Akku

Lithium-Inonen-Akkus zählen zu den leistungsfähigsten Akkus am Markt. Ihr Roboter sollte auf diese Technik zurückgreifen, da sich diese Akkus schnell aufladen lassen und ein relativ geringes Gewicht haben.

2. Geringe Geräuschentwicklung

Der Roboter wird Ihren Garten relativ oft mähen. Aus diesem Grund sollten Sie sichergehen, dass es beim Mähen nicht zu laut wird, sonst könnte er Ihre Nerven und die Nerven Ihrer Nachbarn strapazieren. Falls Sie dennoch ein lautes Modell kaufen, sollte dieses wenigstens einstellbare Mähzeiten haben, so dass der Roboter seine Arbeit nicht in der Nacht oder am Sonntag verrichtet.

3. Kommt mit der Größe Ihres Gartens zurecht

Bosch Logo Akku Rasenmäher TestManche Geräte sind für Gärten mit 500 m2 ausgerichtet, andere kommen sogar mit bis zu 1500 m2 zurecht. Je nach Größe Ihres Gartens sollten Sie das passende Modell kaufen. Mehr Flächenleistung bedeutet in der Regel einen höheren Preis. Falls Sie einen wirklich großen Garten besitzen, kann es sogar Sinn ergeben, mehrere Mähroboter einzusetzen.

4. Kommt mit den Steigungen in Ihrem Garten zurecht

Wenn Ihr Garten sehr hügelig ist, ist es ratsam vor dem Kauf abzuchecken, ob der Roboter mit der Steigung zurechtkommt. 30% sind meistens kein Problem, manche Roboter kommen jedoch auch mit 45% zurecht. Stärkere Steigungen müssen Sie auch in Zukunft per Hand mähen.

5. Verfügt über einen Sicherheitsstopp

Bei den meisten Geräten, die im deutschen Handel erhältlich sind, sollte der Sicherheitsstopp schon vorhanden sein. Checken Sie vor dem Kauf dennoch ab, ob der Sicherheitsstopp – das Schneidewerk stoppt, sobald der Mäher angehoben wird – im Gerät integriert ist.

 

Vorteile und Nachteile eines Rasenmähroboters

  • Zeitersparnis beim Rasenmähen
  • Rasenmähen in Abwesenheit
  • Mulchmähen – bessere Nährstoffversorgung des Rasens
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Teils Probleme mit Winkeln und Steigungen
  • Rände rund Ecken müssen oft nachbearbeitet werden

 

Fazit – Rasenmähroboter kaufen?

NavigationVon allen Haushaltsrobotern am Markt sind Rasenroboter vermutlich die am ausgereiftesten. Besonders für kleine und mittelgroße Gärten mit offenen Rasenflächen und wenigen Winkeln sind diese Geräte sehr empfehlenswert.

Die heutigen Roboter sind durchaus in der Lage den Rasen effizient zu mähen und bringen eine große Zeitersparnis. Vor dem Kauf muss jedoch abgeschätzt werden, ob der Garten auch wirklich robotergerecht ist. Auch müssen Sie sich überlegen, ob der hohe Anschaffungspreis für sie gerechtfertigt wird.

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